16.Mai 2003

MUTTERTAGSUMFRAGE 2003 der TASPO

„Ein Strauß Buntes für fünfzehn Euro, bitte"

• Mit solchen oder ähnlichen Wünschen stürmten die Kunden zum Muttertag am 11. Mai die Blumenfachgeschäfte. Alle Hände voll zu tun hatten die Floristen vor allem an den beiden letzten Einkaufstagen vordem Muttertagssonntag um die Käufer an diesem „absoluten Straußtag' zu bedienen. Durchweg zufrieden waren die Inhaber der Blumenfachgeschäfte mit dem Verkaufsergebnis, so ergab eine stichprobenartige TASPO-Umfrage.

In den meisten Betrieben ist demnach das Muttertagsgeschäft „so gelaufen wie in 2002", und damit waren die Inhaber „angesichts der gesamtwirtschaftlichen" Lage recht zufrieden. Es werde ja beständig etwas weniger, hieß es aus Geschäften beispielsweise in Berlin und Sachsen. Mit einem „hervorragend" meldete sich hingegen ein Betrieb in Nordrhein-Westfalen. Er war „ausverkauft am Sonntag!". Auch ein niedersächsischer Florist stand am Sonntag um 11.30 Uhr nur noch mit vier Anthurien und einer Strelitzie da.

Gerne gekauft wurden nach Angaben der Befragten bunte Sträuße, sowohl kleine kurze als auch große üppige. Sonnenblumen waren in zwei Betrieben in Sachsen und Berlin der Renner. Die Kunden, so ein bayerisches Blumenfachgeschäft, griffen auffällig oft nach einzelnen, aber garnierten Rosen, während ein Thüringer Blumenfachgeschäft diese eher zum Valentinstag verkauft. Dort wollten die Kunden exotische Sträuße. In Berlin waren es „kurze Knuddelsträuße", in Baden-Württemberg neben rundgebundenen Sträußen auch Gebinde mit wenigen Blumen und viel Beiwerk. Aus Rheinland­Pfalz kam die Aussage, die Kunden hätten gerne Stämmchen und Ampeln an die Mütter verschenkt. Topfblumen mochten auch einige bayerische Kunden, nicht so sehr hingegen die Käufer in Niedersachsen. Kein Muttertagsartikel mehr für die Bundesdeutschen ist nach den Erfahrungen in den Blumenfachgeschäften das bepflanzte Körbchen.

„Bunt, gemischt und von allem etwas" waren wohl die meisten Mutter­tagssträuße. Gut abgeschnitten hat die Farbe Gelb, besonders in Geschäften in Berlin und Nordrhein-Westfalen. Weiter südlich, Richtung Rheinland-Pfalz, kam Orange hinzu, in Baden-Württemberg waren es dann Lachs und Pink, in einem hessischen Geschäft lief Rosa-Lila gut. Rot war für kaum einen der Befragten erwähnenswert.

Bei der Umfrage kristallisierte sich ein einheitlicher Durchschnittspreis heraus, der bei 15 Euro lag, aber durchaus auch darüber liegen konnte. Vor allem am Wochenende sei die Ware „nur so durchgerauscht", sagte ein Blumenfachgeschäfts-Inhaber stellvertretend für alle. Viele von ihnen waren froh, dass ihre Lieferanten zusätzliche Öffnungszeiten angeboten hätten. Bei den Befragten hat es kaum Vorbestellungen gegeben, so dass die Mitarbeiter mit Hochdruck arbeiteten, alle Spontankäufer zu bedienen. Die Zufriedenheit, alles geschafft zu haben, war durchaus aus den Telefongesprächen herauszuhören.

[Aus der TASPO v. 16. Mai 2003]

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