North Carolina - Galaxblätter und Lycopodium aus den Appalachee-Mountains
  North Carolina,

einer der Atlantikstaaten der USA. Er grenzt im Norden an den US-Bundesstaat Virginia, im Osten an den Atlantik, im Süden an South Carolina und Georgia, im Westen an Tennessee.

North Carolina trat den USA am 21. November 1789 als 12. Staat bei. Bis in die frühen zwanziger Jahre war die Land- und Forstwirtschaft der dominierende Wirtschaftsbereich, dann gewann die Industrie an Bedeutung. North Carolina ist nach den Königen Charles I. und Charles II. von England benannt. Die wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Raleigh, Charlotte, Greensboro, Winston-Salem und Durban.

Flora und Fauna

Flora und Fauna in North Carolina sind sehr vielfältig. Von den Baumarten kommen z. B. Kiefer, Eiche und Pappel vor.

Für unseren Import besonders interessant sind die wildwachsenden

Galaxblätter und Lycopodium (Stielmoos).
Galaxblätter
Lycopodium Lycopodiom
Galax Galax Bund Lycopodium

In den Wäldern gibt es noch Schwarzbären. Die Küstengewässer sind reich an Meerestieren, so z. B. Flunder, Hering, Makrele oder Austern.

Land

Mit 139 397 Quadratkilometern ist North Carolina der Größe nach der 28. Bundesstaat der USA. In West-Ost-Richtung beträgt die Ausdehnung etwa 815 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung circa 305 Kilometer. Die höchste Erhebung North Carolinas und der Appalachen ist der 2 037 Meter hohe Mount Mitchell im westlichen Staatsgebiet. Die Atlantikküste ist 484 Kilometer lang.

Physische Geographie

North Carolina lässt sich in drei Einheiten gliedern: die atlantische Küstenebene, das Piedmont Plateau und die Appalachen.

Die atlantische Küstenebene nimmt etwa zwei Drittel des Landes ein und erstreckt sich bis 80 Kilometer in das Landesinnere. Die Ebene baut auf weichen, unverdichteten Sedimentschichten wie Sand und Tonerde auf. Ausgedehnte, seichte Meeresbuchten, wie der Albemarle Sound und der Pamlico Sound, liegen zwischen der Küste und einer vorgelagerten Inselkette, den Outer Banks. Dem Landesinnern zu steigt die Küstenebene langsam bis auf etwa 90 Meter an.

An die Küstenebene grenzt westlich das Piedmont Plateau, das etwa zwei Fünftel der Fläche North Carolinas einnimmt. Einem schmalen Streifen rötlichen Sandsteines und Schiefertones folgt landeinwärts ein überwiegend schieferhaltiger Gürtel, an den sich schließlich hartes, kristallines Felsgestein aus Granit und Gneis anschließt. Das Plateau steigt von etwa 90 Meter Höhe im Osten auf ungefähr 460 Meter im Westen an.

Nach Westen schließt sich die Gebirgskette Blue Ridge an, die den Ostrand der Appalachen bildet.

Flüsse und Seen

Die größten Flüsse sind der Roanoke, Cape Fear, Catawba, Pee Dee, French Broad, New und der Ohio.

Die meisten Seen, wie z. B. der Mattamuskeet, liegen in der Küstenebene. Durch Flussdämme sind einige große Stauseen entstanden, so z. B. Lake Gaston am Roanoke Fluss oder der High Rock Lake am Yadkin.

Klima

Die Küstenebene und das Piedmont Plateau liegen im Südosten gerade noch in den Subtropen, während im Blue-Ridge-Gebirge feucht-kontinentales Klima herrscht. Die Winter an der Küstenebene sind mild, da Kaltluft aus dem Inneren Nordamerikas von den Appalachen zurückgehalten wird. Die Extremtemperaturen waren –36,7 °C (1985) auf dem Mount Mitchell und 43,3 °C (1983) bei Fayetteville im Südosten. Vor allem zwischen Cape Hatteras und Cape Fear sind Teile der Küstenregion immer wieder von Hurrikanen betroffen.

 

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6,8 Millionen. Gegenüber 1980 bedeutet dies eine Steigerung von über 17 Prozent. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei 49 Einwohnern pro Quadratkilometer. Zu den Minderheiten zählen die etwa 80 000 Menschen indianischer Herkunft (vor allem der Cherokee und Lumbee) und die circa 77 000 Menschen hispanischer Abstammung.

Bildung und Kultur

Bildung und Schulwesen

Die erste Schule North Carolinas wurde im frühen 18. Jahrhundert eröffnet, erste Schritte in Richtung eines staatlichen Schulsystems wurden allerdings erst 1839 unternommen. Die Universität von North Carolina in Chapel Hill wurde 1795 gegründet.

Kultureinrichtungen

Zu den bekannten Museen in North Carolina gehören: North Carolina Museum of Art in Raleigh mit Sammlungen europäischer und amerikanischer Kunst, das Charlotte Nature Museum und das Catawba Museum of Anthropology in Salisbury.

Sehenswürdigkeiten
Der Great Smoky Mountains Nationalpark ist eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit. Beliebte Ausflugsziele sind auch Cape Hatteras und Cape Lookout sowie Carowinds, ein großer Vergnügungspark bei Charlotte. Die Fort Raleigh National Historic Site auf Roanoke Island erinnert an die erste englische Siedlung in Nordamerika (1585). Die Gedenkstätte Moores Creek National Battlefield bei Currie war Schauplatz eines wichtigen amerikanischen Sieges im Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Bei Kitty Hawk liegt das Wright Brothers National Memorial, das an die erfolgreichen Flugversuche von Wilbur und Orville Wright 1903 erinnert.

Sport und Erholung

Hochsee- und Flussfischerei, Schwimmen, Wandern, Golf und Jagen sind beliebte Freizeitaktivitäten. In Charlotte und Rockingham gibt es bekannte Pferderennbahnen.

Verwaltung und Politik

An der Spitze der Verwaltung steht der Gouverneur, der für vier Jahre gewählt wird. Er kann nur einmal wieder gewählt werden.

Die Gesetzgebung obliegt dem Senat mit 50 und dem Repräsentantenhaus mit 120 Sitzen. Alle Parlamentarier werden für zwei Jahre gewählt.

Auf Bundesebene entsendet North Carolina zwei Senatoren und zwölf Repräsentanten in den US-Kongress.

Wirtschaft

Zu den wichtigsten Bodenschätzen gehören Phosphat, Kaolin, Granit, Feldspat, Lithium und Glimmer.

Die Landwirtschaft hat immer noch größte wirtschaftliche Bedeutung: Die wichtigsten Erzeugnisse sind Tabak, Mais, Sojabohnen und Erdnüsse (North Carolina liegt bei der Erdnussproduktion in den USA an dritter Stelle). Nach dem 2. Weltkrieg wurde auch die Viehwirtschaft verstärkt entwickelt.

Der Anteil der Industrie am Bruttosozialprodukt beträgt etwa 30 Prozent. Wichtige Industriezweige sind die Textilherstellung, der Maschinenbau und die elektrotechnische Industrie.

Geschichte

1524 entdeckte der Seefahrer da Verazano die Küste. Am 17. August 1585 gründeten englische Siedler eine Kolonie auf Roanoke Island, die jedoch schon ein Jahr darauf aufgegeben werden musste. 1653 wurde am Albemarle Sound die erste dauerhafte britische Siedlung angelegt. 1689 wurde die Kolonie in North und South Carolina geteilt. 1729 wurde North Carolina Kronkolonie.

Die Jahre nach der Unabhängigkeit

Am 12. April 1776 trat North Carolina als erste Kolonie für die Unabhängigkeit von Großbritannien ein. Die erste Verfassung North Carolinas wurde am 18. Dezember 1776 angenommen. Am 19. November 1789 unterzeichnete North Carolina die Verfassung der USA.

1861 erließ der Staat eine Verordnung zur Sezession. Im Amerikanischen Bürgerkrieg stellte North Carolina aufseiten der Konföderierten Staaten von Amerika über 120 000 Soldaten. Die Verfassung von 1868 schrieb die Sklavenbefreiung fest.

Das 20. Jahrhundert

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Wirtschaft auf den Tabakanbau und die Textilindustrie ausgerichtet. Durch den 2. Weltkrieg kam es zu einer stärkeren Diversifizierung der Branchen. Etwa die Hälfte der Einwohner lebt in städtischen Gebieten, die Nachfrage nach öffentlichen und sozialen Dienstleistungen wächst